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09/2014 Prof. Wehrspohn bei chinesischem Kooperationspartner SARI

Halle / Shanghai. Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn, der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik in Halle und Clustersprecher für Wissenschaft, besuchte am 17. September 2014 das Shanghai Advanced Research Institute (SARI). In Shanghai informierte er in einem Grundsatzvortrag über “Ressourcenintensive Industrien in einer "Grünen" Wirtschaft: Szenarien für die chemische und kunststoffverarbeitende Industrie in Sachsen-Anhalt”.

 

In seinem Vortrag beschrieb Prof. Wehrspohn die Rolle der Fraunhofer-Gesellschaft, stellte das Mitteldeutsche Chemiedreieck und die Herausforderungen für die chemische Industrie in Sachsen-Anhalt und Europa. Weiterhin diskutierten die Teilnehmer über neue Rohstoffquellen für die chemische Industrie, wie beispielsweise Wasserstoff, "Grüne" Kohle und Bioökonomie.

 

Anschließend unterzeichneten Prof. Wehrspohn und SARI-Vizepräsident Prof. Sun Yuhan ein Memorandum of Understanding zwischen dem BioEconomy Cluster, dem Cluster Chemie / Kunststoffe Mitteldeutschland und dem SARI-Institut. Die Partner wollen Ansatzpunkte zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Mikroalgen und bei Rohstoffen für die chemische und kunststoffverarbeitende Industrie identifizieren. Außerdem vereinbarten sie noch im Jahr 2015 die Organisation einer gemeinsamen Tagung zu alternativen Rohstoffen.

 

 Prof. Wehrspohn und SARI-Vizepräsident Prof. Sun Yuhan bei der Unterzeichnung

 

Bild: SARI-Vizepräsident Prof. Sun Yuhan (Mitte links) und Prof. Wehrspohn bei der Unterzeichnung (Foto: SARI-Institut)

 

Quelle: http://english.sari.cas.cn/ic/icn/201409/t20140918_128189.html

08/2014 Bundeswirtschaftsminister zu Gast in Bad Lachstädt und Leuna

Heute besuchte Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, den Gasspeicherstandort Bad Lauchstädt der VNG Gasspeicher GmbH und das Gaszentrum für Wasserstoff der Linde AG im Chemiepark Leuna.

Er informierte sich über das Projekt HYPOS. Dabei betonte Sigmar Gabriel die Bedeutung einer erfolgreichen Gestaltung der Energiewende für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland: „Eine Schlüsselrolle beim Ausbau der Erneuerbaren Energien bilden innovative Ansätze, um Strom und Gas zu speichern und damit die Erzeugung der Erneuerbaren Energien vom Verbrauch zeitlich zu entkoppeln.“ Dafür leiste das Projekt „Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany“ (HYPOS) einen wichtigen Beitrag und stehe so beispielhaft für die technologische Vorreiterrolle Deutschlands bei der nachhaltigen Energieerzeugung, so der Bundeswirtschaftsminister weiter.

Foto1: Sigmar Gabriel, Bundeswirtschaftsminister für Wirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto2: Besuch von Bundesminister Sigmar Gabriel am Gasspeicherstandort der VNG - UGS Bad Lauchstädt
v.l.: Hans-Joachim Polk, Vorstand Infrastruktur / Technik der VNG – Verbundnetz Gas AG, Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie,
Dr. Volker Busack, Geschäftsführer VNG Gasspeicher GmbH
Foto: Marco Prosch

Auf dem Untergrundspeicher Bad Lauchstädt, der ersten Station der Reise, untersucht die VNG Gasspeicher GmbH die Möglichkeit der Wasserstoffspeicherung in Kavernen. „Die VNG-Gruppe leistet damit im Rahmen von HYPOS einen aktiven Beitrag zur Schaffung einer Wasserstoff-Modellregion in Mitteldeutschland, welche die gesamte Wertschöpfungskette von Erzeugung, Transport und Speicherung bis zur Verwertung von „Grünem Wasserstoff“ abbildet. Dabei sollen gemeinsam mit HYPOS-Partnern die einzigartigen infrastrukturellen Voraussetzungen in der Region genutzt und verknüpft werden“, erklärt Dr. Volker Busack, Geschäftsführer der VNG Gasspeicher GmbH und Vorstand des Fördervereins HYPOS e.V.

Auf der Fahrt zum Chemiestandort Leuna informierte sich Bundesminister Gabriel auch über den auf HYPOS aufsetzenden Ansatz „power to products“. „Ab dem Zeitraum von 2020 bis 2030 werden der Stromüberschuss aus Erneuerbaren Energien und die im Rahmen von HYPOS realisierten Verfahren zur wirtschaftlichen Wasserstoffherstellung die großindustrielle Nutzung von „Grünem Wasserstoff“ als Ausgangsstoff für die mitteldeutsche Chemieindustrie ermöglichen. Mit dem Ansatz „power to products“ zur Wertschöpfung durch Wasserstoff würden eine Verringerung der Rohstoffabhängigkeit von Öl und Gas sowie eine signifikante Senkung der CO2-Ausstoßes einhergehen“, betont Dr. Christoph Mühlhaus, Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto3: Besuch von Bundesminister Sigmar Gabriel am Gasspeicherstandort der VNG - UGS Bad Lauchstädt:
v.l.: MdB Dr. Karamba Diaby, Sigmar Gabriel (Bundesminister für Wirtschaft und Energie), Iris Gleicke (parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, für Mittelstand und Tourismus)
Foto: Marco Prosch

Am Chemiestandort Leuna wurde Bundesminister Gabriel durch Dr. Christof Günther, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH und Sprecher des Central European Chemical Network (CeChemNet) begrüßt. In dem Chemiepark haben sich über 100 Chemieunternehmen und Dienstleister angesiedelt. Dort besichtigte Gabriel das Technische Gasezentrum und die Wasserstoffproduktionsanlage der Linde AG. Der weltweit größte derartige Produktionskomplex der Linde Gas Division versorgt über ein Pipeline-Netz neben Leuna auch die Chemieparks Bitterfeld, Piesteritz und Schkopau mit Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Spezialgasen. Diese Infrastruktur sowie die jahrzehntelangen Erfahrungen bei der Erzeugung und dem Transport von Wasserstoff bilden einen wichtigen Baustein für die Vision einer Wasserstoffmodell-Region Mitteldeutschland.

Das gemeinsam von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM und dem Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland initiierte HYPOS-Projekt verfolgt das Ziel, bis 2020 wirtschaftliche Lösungen für die Nutzung von Wind- und Solarstrom sowie Biomasse durch Erzeugung von Wasserstoff via Elektrolyse und die Methanisierung von Wasserstoff in großtechnischem Maßstab zu erarbeiten. Somit wird es möglich sein, den Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu speichern, zu transportieren und für eine kontinuierliche Nutzung durch die Industrie, in der Mobilität und in der urbanen Energieversorgung bereit zu stellen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben im Rahmen des Programms „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ mit bis zu 45 Millionen Euro. Gegenwärtig werden durch über 130 Projektpartner Einzel- und Verbundprojekte als Teil einer übergreifenden „Strategie-Roadmap“ konzipiert. Ab Juni 2015 werden die ersten bewilligten Forschungsverbundprojekte in die Umsetzungsphase übergehen.

 

(Quelle: www.hypos-eastgermany.de)

Konferenz

Am 21.05.2014 fand zum dritten Mal infolge die Konferenz "Kunststoff trifft Luftfahrt" auf der ILA Berlin Air Show statt.
Besetzt mit hochkarätigen Referenten aus der Luftfahrtindustrie und Kunststoffbranche zeigte die Konferenz, welche wichtigen Themen mittelfristig die Planungen beherrschen.

Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Presseinformation.