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10/2013

Mitteldeutscher Tag auf der K2013 - Mitteldeutsche Kunststoffbranche erfolgreich wie nie zuvor

Schillernd schön – die Haute Couture aus Kunststoff: Jungdesigner der Schule für Mode & Design haben anlässlich der K 2013 modische Kreationen aus Plaste und Elaste vorgeführt. Foto: Messe Düsseldorf Schillernd schön – die Haute Couture aus Kunststoff: Jungdesigner der Schule für Mode & Design haben anlässlich der K 2013 modische Kreationen aus Plaste und Elaste vorgeführt. Foto: Messe Düsseldorf
Düsseldorf, 17.10.2013. Die 800 Unternehmen der mitteldeutschen Chemie- und Kunststoffindustrie mit über 84.100 Beschäftigten haben im Jahr 2012 rund 22 Milliarden Euro umgesetzt. Mehr als ein Drittel ihrer Produkte geht ins Ausland. Diese Leistungs- und Innovationskraft zeigen die über 90 Aussteller aus Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auch auf der K 2013, der weltgrößten Messe für Kunststoff und Kautschuk, an Einzel- und Gemeinschaftsständen. Ein Höhepunkt ist dabei der Mitteldeutsche Tag am 17. Oktober, der bereits zum dritten Mal in Folge veranstaltet wird. Im Rahmen eines Pressegespräches, Messerundgängen mit Landesvertretern sowie einer Abendveranstaltung am Gemeinschaftsstand der deutschen Hauptstadtregion ab 18 Uhr in Halle 8b / Stand E61 wird die Bedeutung der Kunststoffindustrie in diesem Wirtschaftsraum im Herzen Europas herausgestellt. Die Vertreter der vier mitteldeutschen Bundesländer stellen anlässlich der K 2013 neben den jüngsten Branchenzahlen auch die Neuauflage des Clusteratlas „Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland“ der Öffentlichkeit vor. Als Highlight der Abendveranstaltung werden im Rahmen einer Modenschau eigens für die K Messe anfertigte Kleider aus Kunststoffen mitteldeutschen Ursprungs präsentiert.

Beeindruckendes Wachstum in Mitteldeutschland
Die Jahre 2011 und 2012 waren die erfolgreichsten Jahre in der mitteldeutschen Chemie- und Kunststoffbranche nach der Neustrukturierung des Industriezweiges in Mitteldeutschland. In allen vier Bundesländern - Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg - haben die Chemie und Kunststoffbranchen in den zurückliegenden zehn Jahren ein beeindruckendes Wachstum erlebt. Die Zahl der Betriebe in der Chemischen Industrie stieg in dieser Zeit von 226 auf 288, die der Kunststoffbranche von 444 auf 520. Der Umsatz in der Chemiebranche verdoppelte sich fast von 7,7 auf 14,4 Milliarden Euro. In der mitteldeutschen Kunststoffbranche kletterte der Umsatz von 4,2 Milliarden auf 8,1 Milliarden Euro. An der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes in Mitteldeutschland waren beide Branchen in erheblichem Maße beteiligt. Die Beschäftigtenzahl in den Chemie-Unternehmen lag im Jahr 2002 bei gut 30 800 Männer und Frauen. Zehn Jahre später waren es mit 40 100 knapp 10 000 Jobs mehr. Noch deutlicher ist der Zuwachs an Beschäftigung in diesem Zeitraum bei der Kunststoff verarbeitenden Industrie. Dort kletterte die Anzahl der Arbeitsplätze von 30 300 auf 44 100.

09/2013

CeChemNet und Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland positionieren sich zur Bundestagswahl

Das Netzwerk der mitteldeutschen Chemiestandorte CeChemNet und das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland haben ein Positionspapier zur anstehenden Bundestagswahl erarbeitet.
Ziel des Papiers ist es, frühzeitig für die Themen der chemischen und kunststoffverarbeitenden Industrie zu sensibilisieren und die drängendsten Handlungserfordernisse aufzuzeigen. Die für den Standort Deutschland insgesamt bedeutsamen Themen hat der Verband der chemischen Industrie e.V. bereits in seinem 10-Punkte-Papier veröffentlicht.
Das nun ergänzend dazu vorliegende Papier "Regionale Aspekte zur nächsten Bundestagswahl aus Sicht von CeChemNet und Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland" bietet einen Überblick über die Themenfelder Industriepolitik, Energie, Innovation, Bildung / Fachkräfteentwicklung und Logistik und betrachtet insbesondere regionale Spezifika in Mitteldeutschland.

09/2013

Einweihung Fraunhofer CSP mit Ministerpräsident Haseloff am 19.9.2013 Starke Forschung: Neubau-Einweihung des Fraunhofer CSP in Halle (Saale)

Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP feierte am 19.09.2013 in Halle (Saale) die Einweihung seines neuen Forschungsgebäudes. Im Beisein des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, erhielten über 280 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft einen Einblick in den Neubau und die Forschungsangebote. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde zum Thema »Perspektiven der Photovoltaik«. Das Fraunhofer CSP wird von Professor Peter Dold und Professor Jörg Bagdahn geleitet. Das Fraunhofer CSP ist eine gemeinsame Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

Das neue Zentrum für die angewandte Photovoltaik-Forschung in den Bereichen Kristallisationstechnologien, Solarwafer und Solarmodulprüfung bietet auf rund 4000 m², ausgestattet mit Büros, Technika und Laboren, ausgewiesene Forschungsexzellenz. Bis zu 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen mit ihrem Know-how Industriekunden und Partnern weltweit zur Verfügung: »Wir freuen uns, dass wir den Photovoltaikunternehmen in der Region, aber auch europaweit, als Partner für gemeinsame, praxisorientierte Forschungsprojekte zur Verfügung stehen«, so Professor Jörg Bagdahn. »Mit einem Schwerpunkt im Bereich der Siliziumkristallisationstechnologien wollen wir dazu beitragen, dass Solarstrom künftig noch günstiger werden kann«, erklärt Professor Peter Dold.

Das Fraunhofer CSP bietet für die Industrie Lösungen aus einer Hand: Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten fokussieren sich unter anderem auf neue Verfahren zur Kristallisation und Herstellung dünner Siliziumwafer und Solarmodulen, die Bewertung mechanischer Eigenschaften von Wafern und Solarzellen sowie die Zuverlässigkeit von Solarmodulen. Mit höchster Kompetenz entwickelt das Fraunhofer CSP neue Technologien von der Kristallisation über die Waferherstellung bis zur Modulfertigung und beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Materialien entlang der Wertschöpfungskette.

In das Fraunhofer CSP mit seinem in Schkopau (Sachsen-Anhalt) ansässigen Modultechnologiezentrum MTZ sind insgesamt 60 Millionen Euro investiert worden. Davon stellt Sachsen-Anhalt 52,5 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln bereit, die Fraunhofer-Gesellschaft übernimmt 7,5 Millionen Euro aus der Grundfinanzierung des Bundes. Für den Neubau des Forschungsgebäudes am Weinberg Campus sind 47,2 Millionen Euro veranschlagt. Davon sind 21 Millionen Euro Baukosten sowie 26,2 Millionen für die technische Erstausstattung. Der Neubau wird mit Mitteln der Europäischen Kommission aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Quelle: Fraunhofer IWM Halle

08/2013

Ener­gie­wen­de schafft Wachs­tumspo­ten­zia­le für Ost­deutsch­land Studie "Auswirkungen der Energiewende auf Ostdeutschland" vorgestellt.

Der Bundesbeauftragte für die Neuen Bundesländer und Parlamentarische Staatssekretär Dr. Christoph Bergner hat heute im Fraunhofer IWM in Halle die von ihm in Auftrag gegebene Studie "Auswirkungen der Energiewende auf Ostdeutschland" vorgestellt. Demnach ist Ostdeutschland Vorreiter bei der Umsetzung der Energiewende sowie Nettostromexporteur. Dies hängt im Wesentlichen mit dem Strommix zusammen, der im gesamtdeutschen Vergleich mit bereits rund 29 Prozent einen überdurchschnittlichen Anteil an Erneuerbaren Energien aufweist. Die Autoren des Deutschen CleanTech Instituts DCTI und EuPD Research zeigen in ihren Analysen aber auch auf, dass der starke Ausbau der Erneuerbaren Energien in den östlichen Bundesländern erhebliche Herausforderungen mit sich bringt, die es im Sinne einer wirtschaftlichen und gesamt-gesellschaftlich tragbaren Umsetzung der Energiewende zu meistern gilt.

Dazu erklärt Dr. Bergner, es gehe um eine vernünftige Integration erneuerbarer und konventioneller Energieträger und nicht darum, immer neue Ausbaurekorde bei den Erneuerbaren Energien zu erzielen. Gerade die ostdeutsche Braunkohle müsse in diesem Kontext (Grundlastsicherung) gesehen werden. Braunkohle sei auch vor dem Hintergrund ihrer stofflichen Nutzbarkeit mit Blick auf den Chemiestandort Mitteldeutschland von besonderer Bedeutung.

"Bürger und Unternehmen in Ostdeutschland dürfen durch die Energiewende nicht über Gebühr belastet werden", so Dr. Bergner weiter. Die Studie belegt, dass die dortigen Netzentgelte im Durchschnitt über den westlichen Vergleichswerten liegen. Herr Dr. Bergner fordert daher: "Der Osten darf nicht die Zeche zahlen! Im Sinne gleicher Standortbedingungen und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrien in den Neuen Bundesländern müssen die Strompreise bezahlbar bleiben. Der Netzausbau und die Speicherkapazität stellen entscheidende Stellschrauben für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Ostdeutschland dar. Denn der Strom aus Erneuerbaren Energien muss aus dem Osten in die großen Verbrauchszentren im Westen und Süden der Republik transportiert werden können und er muss auf lange Sicht speicherbar sein."

Die Studie bescheinigt gerade in diesen Bereichen Ostdeutschland große wirtschaftliche Perspektiven. In diesem Kontext würdigt Dr. Bergner das von Dr. Christoph Mühlhaus, Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe Mittel-deutschland, vorgestellte HYPOS-Initialkonzept. HYPOS ist eines von 10 Projekten, das im Rahmen des Programms "Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation" des Bundesforschungsministeriums gefördert wird. Dieses Projekt zielt darauf ab, überschüssigen Wind- und Solarstrom industriell in den speicherfähigen Energieträger Wasserstoff umzuwandeln. Es belegt damit im Sinne der Studie die Chancen und Möglichkeiten für den Industriestandort Ostdeutschland. Diese Möglichkeit der Energiespeicherung kann aus Sicht der HYPOS-Projektträger die Energiewende entscheidend voran bringen und nachhaltige Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte im mitteldeutschen Chemiedreieck ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Bundesministerium des Inneren

07/2013

Bundesforschungsministerium fördert HYPOS-Konsortium

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird das Konsortium „Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany“ (HYPOS) im Rahmen des Programms „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ bis 2020 finanziell fördern. Die Entscheidung gab Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka am 18.07.2013 in Berlin bekannt.

Das gemeinsam von dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland und dem Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland initiierte HYPOS-Projekt verfolgt das Ziel, bis 2020 wirtschaftliche Lösungen für die Nutzung von Wind- und Solarstrom zur Erzeugung von Wasserstoff via Elektrolyse in großtechnischem Maßstab zu erarbeiten. Der so produzierte „grüne“ Wasserstoff soll als Ausgangsstoff für die Chemieindustrie, als Grundlage für eine flächendeckende Elektromobilität sowie als Energiequelle für die Strom- und Wärmeversorgung dienen. An dem Initialkonsortium sind zur Zeit rund 90 Unternehmen der Energiewirtschaft, der Chemie und des Anlagenbaus sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Ost- und Westdeutschland beteiligt.

Mit dem Förderprogramm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dem Innovationsprozess in Ostdeutschland durch die Unterstützung überregionale und interdisziplinärer Kooperationen neue Impulse verleihen. In der 1. Auswahlrunde hatten sich insgesamt 59 Initialkonsortien um eine Teilnahme beworben. Durch eine unabhängige Expertenjury unter Vorsitz von Professor Matthias Kleiner wurden daraus 19 Bewerber ausgewählt, die ihre Konzepte vor der Jury präsentieren durften. Die zehn erfolgreichen Anträge werden als Projektkonsortien bis zum Jahr 2020 mit jeweils bis zu 45 Millionen Euro gefördert.

Mehr Informationen entnehmen Sie der Pressemitteilung vom 18.07.2013.

06/2013

Verfahren für alternative Phosphor-Gewinnung erhält IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2013

v.l. Reiner Roghmann (Dow Olefinverbund GmbH), Dr. Christoph Mühlhaus (Cluster Chemie/Kunststoffe), Dr. Roland Abel (Dow Olefinverbund GmbH), Carmen Bohndick, Fred Bohndick (RecoPhos Consult GmbH)Valentin-Gregor Greb (Bergakademie Freiberg), Prof. Dr. Harald Weigand (TH Mittelhessen), Marian Bohndick, Marcus Bohndick (beide RecoPhos Consult GmbH),Ralf Irmert (Styron Deutschland GmbH) Bildnachweis: Guido Werner
Der IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2013 geht an die RecoPhos Consult GmbH aus Gardelegen. Dem Familienunternehmen wurde die Auszeichnung am 26. Juni 2013 vor 300 hochrangigen Gästen im Residenzschloss Altenburg (Thüringen) für seine innovative Technologie zur Rückgewinnung von Phosphor bei der thermischen Verwertung von Klärschlämmen verliehen. Neben dem Hauptpreis wurde diese Innovation auch mit dem Prof.-Nelles-Preis des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland ausgezeichnet. Der Nelles-Preis war gemeinschaftlich von der Dow Olefinverbund GmbH und der Styron Deutschland GmbH ausgelobt worden. Mit diesen zwei Preisen ist das Gardelegener Chemieunternehmen der große Gewinner des diesjährigen Innovations-Wettbewerbs.
Der für Pflanzen überlebenswichtige Nährstoff Phosphor ist wichtigster Bestandteil von modernen Düngemitteln und lässt sich bisher nicht künstlich herstellen. Dank des gemeinsam mit Experten der TU Bergakademie Freiberg und der TH Mittelhessen entwickelten Verfahrens lässt sich nun aus den Aschen, die bei der Verbrennung von Klärschlämmen entstehen, der darin enthaltende Phosphor zu fast 100 Prozent zurückgewinnen. Dazu werden der Asche Phosphorsäure und weitere Zuschlagstoffe beigemengt. Die Masse wird anschließend vermischt, granuliert, gesiebt und getrocknet. Das Ergebnis ist ein wasserlöslicher und hochwertiger
Dünger. Im Herbst dieses Jahres soll eine erste Anlage in Betrieb gehen. Perspektivisch lassen sich so auch Phosphor und weitere Wertstoffe aus anderen Biomasse-Abfällen gewinnen.
„Angesichts der weltweit rapide schrumpfenden Vorkommen gehört die Gewinnung von Phosphor aus alternativen Quellen zu den größten Herausforderungen bei der Sicherung der weltweiten Nahrungsmittelversorgung“, erklärte Wirtschaftsinitiative-
Geschäftsführer Jörn-Heinrich Tobaben. „Die Innovation der RecoPhos Consult GmbH zeigt darüber hinaus, welche enormen wirtschaftlichen Potenziale sich mit neuen Technologien zur Verwertung von Sekundärrohstoffen verbinden“, so Tobaben weiter.
Neben dem von den drei Industrie- und Handelskammern aus Halle-Dessau, Leipzig und Ostthüringen gesponserten und mit 15000 Euro dotierten Hauptpreis wurden im Rahmen der Veranstaltung auch die mit jeweils 7500 Euro dotierten Preise in den fünf mitteldeutschen Clustern sowie die lokalen IQ-Preise Leipzig, Halle/Saale, Magdeburg und Ostthüringen verliehen. Neben den Preisgeldern in
Höhe von insgesamt 75000 Euro erhalten alle Gewinner des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2013 zudem eine einjährige Mitgliedschaft in der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland.
Mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland fördert die Wirtschaftsinitiative neuartige, marktreife Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zur Steigerung von Innovation und Wettbewerbstätigkeit der Wirtschaft in der Region. In der
Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen sowie Kammern und Städte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der Wirtschaftsregion Mitteldeutschland.

Mehr Informationen finden Sie unter www.iq-mitteldeutschland.de

06/2013

Sachsen-Anhalts Minister für Wissenschaft und Wirtschaft besucht Dow

Zu einem Besuch in Schkopau wurde Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring am 12. Juni 2013 vom Leiter der mitteldeutschen Dow-Werke, Reiner Roghmann, begrüßt. Der Minister setzte mit dem Besuch seine geplanten Informationsreisen zu Unternehmen des Landes Sachsen-Anhalt weiter fort. Reiner Roghmann informierte über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Bedeutung der mitteldeutschen Dow-Werke im weltweiten Unternehmensverbund. „Auch in Zukunft werden wir ein verlässlicher und starker Wirtschaftspartner in dieser Region sein“, so Roghmann. Künftige Entwicklungen und wirtschaftliches Wachstum werden weniger von Dow als von den gegebenen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Dazu sagte Minister Möllring: „Damit der Industriestandort Sachsen-Anhalt langfristig wettbewerbsfähig bleibt, steht die bezahlbare Sicherung der Energieversorgung weit oben auf unserer wirtschaftspolitischen Agenda. Gefragt ist ein intelligenter Energiemix, der die ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit im Gleichgewicht hält. Zu teure Energie darf nicht zum Standortnachteil für unsere Unternehmen werden.“
Zudem lobte Minister Möllring die große Solidarität und Unterstützung, die den vom Hochwasser betroffenen Menschen in den vergangenen Tagen zuteil wurde. „Der Einsatz der zahllosen freiwilligen Hochwasserhelfer und die Unterstützung vieler Unternehmen machen Mut für den dringend notwendigen Neuaufbau. Es ist ein tolles Signal für die Region, dass sich auch Dow und die Dow-Mitarbeiter für die Hochwassergeschädigten einsetzen.“

Quelle: Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft
des Landes Sachsen-Anhalt / Dow Olefinverbund GmbH

06/2013

Mitteldeutscher Kunststofftag MKT 2013 am 26./27.06.2013

Quelle: PolymerMat e.V.
Am 26. & 27. Juni fand turnusgemäß der 5. Mitteldeutsche Kunststofftag im Messe-Congress-Centrum Erfurt statt. Mit insgesamt 130 Teilnehmern und 21 Ausstellern aus der Geräte- und Technologiezulieferindustrie berichten die Veranstalter von PolymerMat e.V., Kunststoffcluster Thüringen in Zusammenarbeit mit den Netzwerken Auffahrt (Nordthüringen), micromold.net (Ostthüringen), TGF (Südthüringen) und dem Kunststoffzentrum Leipzig von einer insgesamt gelungenen Veranstaltung. Das Programm wurde durch 2 Plenarvorträge zu den wichtigen Zukunftsfeldern eingeleitet:

• Automobilproduktion für zukünftige Fahrzeugkonzepte am Beispiel des BMW Werkes Leipzig
• Kunststofffunktionalisierung für medizintechnische Anwendungen.

In der folgenden ersten von fünf Sessions wurden die Abschlussergebnisse der im Jahr 2009/ 2010 gestarteten Kunststoffinitiative vorgestellt. Insgesamt waren an diesen Projekten 25 Unternehmen und Einrichtungen beteiligt. Die Schwerpunkte der Zukunftsfelder der Kunststofftechnologie wurden mit der Roadmap für die Kunststoffindustrie in Thüringen herausgearbeitet. Der funktionsintegrierte Leichtbau für Maschinen- und Anlagenbau, innovative CT gestützte Methoden der Qualitätssicherung – der Qualitätssicherung in der Produktion widmete sich auch Session 2 – für Kunststoffprodukte sowie die Wertschöpfungskette zur Entwicklung und Produktion von Formteilen aus Biokunststoffen waren die Themen.
Großes Interesse fanden die vorgestellten Themen der Energieeffizienz, die viele Unternehmen vor Herausforderungen stellt. Unterschiedlichste technologische Ansätze wurden vorgestellt und der Weg anhand von erfolgreichen Umsetzungen bei großen Kunststoffunternehmen zu einer signifikaten Energiebedarfsreduzierung von bis zu 50% aufgezeigt. Die Kreativität von Ingenieuren und Produktionsfachleuten richtet sich zunehmend auf dieses immer wichtiger werdende Thema. Dort wurden nun zukunftsführende Lösungen vorgestellt.
Materialspezifische Themen zu medizintechnischen Anwendungen konnten durch Spezialisten vorgestellt werden und es ist immer wieder eindrucksvoll, die vielfältigen Möglichkeiten zu sehen, die zu immer neuen Verbesserungen von Produktion für den Medizin- und Gesundheitsbereich führen. In der Abschluss Session wurden die hochmodernen Methoden der Produktindividualisierung und generativen Fertigungsverfahren für die Kunststoffindustrie vorgestellt und in neuesten Entwicklungen eindrucksvoll illustriert.
„Auf dieser, auch international besuchten, Veranstaltung kam das hochkarätige Fachpublikum auf seine Kosten und konnte von der vordersten Front der Technologie- und Marktkompetenz weltweit führender und in Mitteldeutschland tätiger Unternehmen profitieren. Alle Besucher haben sich lobend über die Qualität der Veranstaltung geäußert – wir sind stolz darauf, diese im Verbund mit den beteiligten Partnern durchgeführt zu haben“, so Prof. Koch, Vorstandmitglied des Kunststoffclusters Thüringen und Stiftungsprofessor für Kunststofftechnik an der TU Ilmenau. Eine gelungene Abendveranstaltung im Kaisersaal in Erfurt gab den Besuchern aus nah und fern auch einen eindrucksvollen Einblick (in Form von Geschmack) in die kulinarische Klasse, die Thüringen neben der großen Kunststoffindustrie zu bieten hat.

Weitere Informationen unter www.polymermat.de

04/2013

Initialkonzept HYPOS eingereicht

Von Ostdeutschland soll eine Revolution in der Wasserstoffwirtschaft ausgehen. Sie kann die Energiewende entscheidend beflügeln und nachhaltige Chemie im mitteldeutschen Chemiedreieck ermöglichen. Erneuerbarer überschüssiger Strom soll in das Energiesystem durch innovative Verknüpfung der Technologie der Wasserstofferzeugung mit der vorhandenen Infrastruktur von Gaspipelines und Gasspeichern integriert werden. Genutzt werden soll so der „grüne“ Wasserstoff für die Stoffwandlung der Chemie, für den Bedarf der Elektromobilität und als Energiequelle. Damit wird nicht nur ein Durchbruch für das Gelingen der Energiewende erzielt, sondern es werden weitreichende große gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Wirkungen ausgelöst.
Die HYPOS-Mission wird über den „grünen“ Wasserstoff das Chemiestoffstromnetz, das Erdgasnetz und die elektrischen Netze in Ostdeutschland modellhaft verbinden und damit fehlende System- und Netzwerkinnovationen für eine Wirtschaftlichkeit von sicherem „grünen“ Wasserstoff erreichen. Zu erwarten ist, dass dadurch in Ostdeutschland Wirtschaftswachstum entsteht, an dem besonders kleine und mittlere Unternehmen beteiligt sein werden.
HYPOS sorgt dafür, dass „grüner“ Wasserstoff als Energieträger mit seiner Transport- und Speicherfähigkeit aus erneuerbarem Strom im großtechnischen Maßstab hergestellt wird. Erneuerbarer Strom wird grundlastfähig.
Für diesen bedeutenden Technologiesprung in der Wasserstoffwirtschaft ist Ostdeutschland bestens gerüstet. Die Chemiefirmen und Standorte verfügen über die Kompetenzen zum großtechnischen Umgang mit Wasserstoff. Das gilt für seine Reinigung, die Druckerhöhung und seine Speicherung. Sie verfügen über viel Erfahrung beim sicheren Umgang mit Wasserstoff. Die Region kann auch erhebliche Forschungskompetenz zur Wasserelektrolyse und zur Methanisierung vorweisen. Auf der Grundlage dieser Ausgangssituation ergeben sich sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Es gilt die gegebene Infrastruktur des Stromnetzes, der Wasserstofferzeugung und der Wasserstoff-Pipeline, des Erdgasnetzes und der Erdgasspeicherung innovativ mit den Entwicklungen der Wasserstofferzeugung und Wasserstoffnutzung aus erneuerbarem Strom zu verknüpfen.

03/2013 HYPOS - HYDROGEN POWER STORAGE & SOLUTIONS EAST GERMANY

Am 28.03.2013 fand das 3. Inititalkonsortiumtreffen von HYPOS in Halle statt, um dem Initial-Konzept den letzten Schliff zu geben. Am 3. April 2013 werden wir das HYPOS-Initialkonzept beim Projektträger einreichen. Damit bewerben wir uns um die Teilnahme am Förderprogramm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation”.
Die nachstehende Datei einhält noch einmal alle wichtigen Informationen zum Problemraum, der HYPOS-Vision, der HYPOS-Strategie und endet mit einer kurzen Zusammenfassung.

02/2013 Strategiedialog Chemie in der Staatskanzlei fortgesetzt

Staatskanzlei / Ines Berger
Unter Leitung von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff wurde heute in der Magdeburger Staatskanzlei der Strategiedialog Chemie zwischen der Landesregierung und Vertretern der Chemieindustrie fortgesetzt. Rund 20 Vertreter von Firmen, des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland und des Standortnetzwerks CeChemNet nahmen an dem Dialog teil. Auf der Tagesordnung standen Themen wie die Auswirkungen der Energie-wende auf energieintensive Unternehmen, Initiativen zur Fachkräftesiche-rung und die Planungen für die neue Strukturfondsperiode der Europäi-schen Union. Diskutiert wurde auch die neue Innovationsstrategie des Landes, die in engem Zusammenhang mit der EU-Strukturpolitik steht.

Die Teilnehmer vereinbarten die Intensivierung des Informationsaustau-sches, um das Gespräch nach der Sommerpause fortzusetzen. Einigkeit bestand darin, dass konzerngebundene Unternehmen weiterhin förderfä-hig bleiben müssen, um Strukturnachteile ausgleichen zu können.

Ministerpräsident Haseloff betonte die hohe Bedeutung der Chemiein-dustrie für Sachsen-Anhalt. „Der Gesamtwirtschaft geht es nur gut, wenn es auch der Chemie gut geht. Die Betriebe sorgen für Wirtschaftskraft, viele Tausend Arbeitsplätze und nicht zuletzt für Steuereinnahmen in Sachsen-Anhalt. Energiepolitik ist zum entscheidenden Kompetenzfeld deutscher Industriepolitik geworden.“ Es sei deshalb wichtig, dass Lan-desregierung und Firmen kontinuierlich in Kontakt stünden. Das sei auch außerhalb des Strategiedialoges der Fall.

Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff sagte: „Wie müssen die kleinen und mittleren, aber auch die großen, energiein-tensiven Unternehmen von den Stromkosten entlasten, indem wir eine Teilkorrektur politisch-administrativer Wettbewerbsnachteile einleiten. Eine Absenkung der Stromsteuer oder der Mehrwertsteuer ist nur einer von mehreren Denkansätzen, die in diese Richtung gehen. Gerade für unsere Chemieunternehmen am Standort ist das essentiell.“

Dr. Christoph Mühlhaus, Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe Mit-teldeutschland: „Der traditionelle Strategiedialog Chemie mit der Landes-regierung von Sachsen-Anhalt hat sich bewährt. Er bietet Gelegenheit, in direkten Gesprächen die Probleme der Unternehmen anzusprechen, aber auch Entwicklungsmöglichkeiten aufzugreifen. Die Erarbeitung der neuen Innovationsstrategie ist ein gute Chance, die Kompetenz der Unternehmen mit den Forschungseinrichtungen des Landes zu verknüpfen.“

Quelle: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

01/2013 Medaille des Landkreises Saalekreis „Verdienstvolle Persönlichkeit 2012“ für Dr. Christoph Mühlhaus und Reinhard Kroll

Quelle: Saalekreis
Rund 600 Gäste folgten der Einladung des Landrates des Landkreises Saalekreis, Frank Bannert (CDU), in das Ständehaus zu Merseburg zum Neujahrsempfang.

Nach den Grußworten des Landrates und des Innenministers des Landes Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, wurden traditionell zwei Personen mit der Medaille als „Verdienstvolle Persönlichkeit 2012“ geehrt. Es wird immer erst zum Empfang verraten, um wen es sich dabei handelt.

Mit Dr. Christoph Mühlhaus, ehemaliger Geschäftsführer der Dow Olefinverbund GmbH und Reinhard Kroll, Chef der Total-Raffinerie, zeichnete Landrat Frank Bannert zwei Chemie-Manager als verdiente Persönlichkeiten aus.

Reinhard Kroll, der Geschäftsführer der Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH, begann seine Tätigkeit in der Erdölverarbeitung und war seit 1992 im damaligen Projektteam „Leuna 2000“ von Beginn an am Neubauvorhaben der Raffinerie beteiligt. Er steht dabei stellvertretend für eine wichtige Säule der Wirtschaft im Saalekreis. Er ist aber nicht nur für über 600 Mitarbeiter verantwortlich und repräsentiert eines der umsatzstärksten Unternehmen der neuen Bundesländer, er ist zudem auch gesellschaftlich stark engagiert, u.a. als Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland und als Kuratoriumsvorsitzender der Hochschule Merseburg. „Nicht nur als Landrat, sondern auch als Mensch bin ich stolz darauf, diesen Mitstreiter kennen und schätzen gelernt zu haben. Und so ist es mir auch ein persönliches Anliegen, das hohe Engagement dieses Mannes für unsere Region zu würdigen“, betonte Landrat Frank Bannert in seiner Laudatio.

Dr. Christoph Mühlhaus, der seine berufliche Laufbahn nach einem Studium der Verfahrenstechnik in den Bunawerken begann, ist es in hohem Maße zu verdanken, dass letztlich auch die nicht immer einfache Privatisierung dieses ehemaligen Chemiekombinates erfolgreich verlief. Als Generalbevollmächtigter der DOW Olefinverbund GmbH hat er zudem wichtige Grundsteine zur Schaffung einer auch europaweit einmaligen Forschungsinfrastruktur in Schkopau gelegt. Zwei Fraunhofer Institute am Standort belegen dies sehr eindrucksvoll. Auch nach seinem Ruhestand ist Dr. Christoph Mühlhaus weiterhin als Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland aktiv. "Ich habe mein Berufsleben über 50 Jahre nur im Saalekreis verbracht und bin dankbar, dass ich jetzt noch ein Ehrenamt für die chemische Industrie ausüben kann", so Mühlhaus in seiner Dankesrede.

Quelle: Super Sonntag / Mitteldeutsche Zeitung

Das Cluster Chemie/Kunststoffe gratuliert beiden recht herzlich zu dieser tollen Ehrung.