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12/2010 Spatenstich für Fraunhofer CBP in Leuna

Am 8. Dezember 2010 erfolgte am Chemiestandort Leuna der Spatenstich für das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CBP). Wirtschaftsminister Dr. Haseloff und Finanzminister Bullerjahn übergaben einen weiteren Fördermittelbescheid. Das Zentrum soll die Lücke zwischen Labor und industrieller Umsetzung bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe schließen. Der Standort Leuna soll sich künftig zum bio- und petroschemisch integrierten Standort entwickeln und nimmt damit eine Vorreiterstellung bei der industriellen Nutzung nachwachsender Rohstoffe ein, sagte Andreas Hiltermann, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH im Rahmenr der Veranstaltung.
In das Kernprojekt werden 45,3 Millionen Euro investiert. Bis Mitte 2012 soll der Neubau auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern fertiggestellt werden.


11/2010 Linde Gas in Leuna weiht neues Operationszentrum ein und feiert 20-jähriges Jubiläum

Am 25. November 2010 feierte die Linde AG das 20-jährige Standortjubiläum und nahm das neue Remote Operation Center (ROC) in Betrieb. Mit dem Operationszentrum werden künftig fast alle Linde-Luftzerlegungsanlagen in Europa gesteuert.
Linde-Chef Wolfgang Reitzle erläuterte die große Bedeutung des Standortes Leuna für den Konzern. Fünf Millionen Euro wurden in das ROC investiert, 40 Arbeitsplätze sollen neu entstehen.


10/2010 Mitteldeutscher Tag auf K 2010 mit Ausstellern aus vier Ländern: Teilnehmer optimistisch – Messerundgang mit Staatssekretär Schubert

Die 720 Unternehmen der mitteldeutschen Chemie- und Kunststoffindustrie mit 65 000 Beschäftigten haben im Jahr 2009 15 Milliarden Euro umgesetzt. Mehr als ein Drittel ihrer Produkte geht ins Ausland. Diese Leistungs- und Innovationskraft zeigen die 70 Aussteller aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auch auf der K 2010, der weltgrößten Messe für Kunststoff und Kautschuk, an Einzel- und Gemeinschaftsständen. Ein Höhepunkt war dabei der Mitteldeutsche Tag am 28. Oktober 2010. Mit ihm soll in ganz besonderer Weise die Bedeutung der Kunststoffindustrie in diesem Wirtschaftsraum im Herzen Europas herausgestellt werden, sagte der Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, Dr. Christoph Mühlhaus.

Am Gemeinschaftsstand des Mitteldeutschen Kunststoffnetzwerkes (MKN) in Halle 8b, am Stand D79, trafen sich an diesem Tag Branchenvertreter aus Unternehmen, Netzwerken und Forschungseinrichtungen aus den vier Bundesländern. Bei einem Workshop und einem Messerundgang, an denen auch der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Detlef Schubert, teilnahm, präsentierten Aussteller ihre Exponate, Pläne und Ideen. Schubert sagte: „Erfolgreiche Innovationen machen Regionen stark. Deshalb ist es viel versprechend, dass Aussteller aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg ihre Leistungsfähigkeit, ihre Innovationskraft, wettbewerbsfähige Produkte und Verfahren sowie ihre Nähe zu osteuropäischen Märkten, gemeinsam vorstellen.“

Die mitteldeutschen Aussteller traten in Düsseldorf mit großem Selbstvertrauen auf. Denn sie waren mit viel Zuversicht nach Düsseldorf gekommen. Fast drei Viertel von ihnen haben
bei einer Umfrage von CK News, dem Newsletter des Clusters Chemie/Kunststoff Mitteldeutschland, im Vorfeld der K unter den Ausstellern aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg ihre Geschäftslage mit „gut“ bezeichnet.
28 Prozent bewerteten ihre Lage als befriedigend. Auch bei den Geschäftserwartungen mehren sich die positiven Aussagen. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) haben ihre Erwartungen als günstiger, 60 Prozent als gleich bleibend bezeichnet. Lediglich vier Prozent sehen eine Verschlechterung auf sich zukommen. Die Konjunkturkurve der Kunststoffbranche in Mitteldeutschland zeigt nach oben.


09/2010 Pressereise Kunststoffe Sachsen-Anhalt 2010: Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentieren ihre Polymerkompetenz

Die Investitions- und Marketinggesellschaft des Landes Sachsen-Anhalt (IMG), das Netzwerk der mitteldeutschen Chemiestandorte Central European Chemical Network (CeChemNet) und das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland luden zum vierten Mal zur Pressereise durch die mitteldeutsche Chemie- und Kunststoffregion. Am 20. und 21. September 2010 bereisten Journalisten aus ganz Deutschland erfolgreiche Unternehmen und innovative Forschungseinrichtungen der Branche.
Die chemische und die Kunststoff verarbeitende Industrie sind wichtige Stützen der sachsen-anhaltinischen Wirtschaft. Gemeinsam machen sie mehr als ein Fünftel des Umsatzes und der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe aus.
Den Pressevertretern wurde im Rahmen von Besichtigungen und Gesprächsrunden das volle Leistungsprofil der sachsen-anhaltinischen Chemie- und Kunststoffbranche aufgezeigt:
Die ORBITA-FILM GmbH mit Sitz in Weißandt-Gölzau operiert im Unternehmensverbund der POLI-FILM Gruppe, die durch weltweite, auf ein umfassendes Produktspektrum gestützte Aktivitäten eine führende Rolle im Polyethylen-Folienmarkt einnimmt. Sie ist führender deutscher Hersteller von Polyethylen-Folien für die Verpackungs- und Baubranche sowie für Landwirtschaft und Gartenbau.
Dow ValuePark®: Die Werke der Dow in Schkopau, Böhlen, Leuna und Teutschenthal zählen mit 2 300 Mitarbeitern zu den modernsten Chemiestandorten der Welt. Ausgangspunkt der Produktionskette ist der Cracker (Böhlen). Hier entstehen aus Rohbenzin die chemischen Grundstoffe, wie Ethylen, Propylen, Butadien, Styrol und weitere Aromaten. Der überwiegende Teil dieser Basisprodukte wird innerhalb des Dow Olefinverbundes zu verschiedenen Kunststoffen und synthetischem Kautschuk weiterverarbeitet. Diese Kunststoffe, die als Granulat die Dow-Anlagen verlassen, werden bei Investoren im ValuePark® sowie bei Kunststoffverarbeitern weltweit weiterverarbeitet.
RP Compounds GmbH ist ein Tochterunternehmen von Europas größter Compounding- und Distributionsgruppe Ravago (Arendonk / Belgien) und veredelt Granulat für die verschiedensten Anwendungsbereiche in der Automobil- und Elektroindustrie.
KraussMaffei ist der weltweit führende Hersteller von Kunststoffmaschinen und bietet Produkte für Spritzgieß- und Reaktionstechnik sowie Extrusionstechnik an. Damit ist das Unternehmen Technologiepartner für die Bereiche Automotive, Verpackung, Baustoffe, Elektronik und Medizin. In Schkopau unterhält KraussMaffei ein Vertriebs- und Servicecenter, von hier aus werden alle Kunden in Mittel- und Ostdeutschland betreut.
Das Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und –verarbeitung PAZ in Schkopau bietet Dienstleistungen für eine Wertschöpfungskette vom Monomer bis zum polymeren Bauteil. Hier bündeln die Fraunhofer-Institute für Werkstoffmechanik IWM und Angewandte Polymerforschung IAP ihre Kompetenzen in der polymeren Material- und Verfahrensentwicklung und in der Polymerverarbeitung unter einem Dach.
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM Halle charakterisiert, simuliert und bewertet das Verhalten von Werkstoffen, Bauteilen und Systemen unter dem Einfluss äußerer Kräfte in unterschiedlichen Umgebungen. Das Fraunhofer IWM in Halle konzentriert sich auf die Märkte Automobilelektronik, Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik, Photovoltaik, Biotechnologie, Medizintechnik, Flugzeugbau und Polymerverarbeitung.
Die Schüco International KG mit einem Standort in Weißenfels ist weltweit Marktführer bei Aluminium-, Solar-, Stahl- und Kunststoffsystemen für innovative Gebäudehüllen und bietet modernste Fenster- und Fassadentechnologie, effiziente Solarlösungen und individuelle Beratung für Architekten, Planer, Investoren und Bauherren.
Die Schuberth GmbH in Magdeburg zählt mit einer Vielzahl an innovativen Produkten weltweit zu den führenden Herstellern von Motorrad-, Formel-1- und Motorsport-Helmen sowie von innovativen Kopfschutzlösungen in den Bereichen Arbeitsschutz, Feuerwehr, Polizei und Militär. Insbesondere die Erfahrungen aus der Formel 1 liefern beständig neue Impulse für Produktentwicklungen, die die Referenzklasse für Kopfschutz-Systeme markieren.


08/2010 Chemie- und Industriepark Zeitz: Erster Spatenstich für Bioraffinerie Elsteraue

"Mit der Entscheidung der Bioraffinerie Elsteraue, sich im Chemie- und Industriepark Zeitz anzusiedeln und ein Kooperationsabkommen mit der Infra-Zeitz Servicegesellschaft zu unterzeichnen, leistet das Unternehmen einen erheblichen Beitrag zur Verlängerung der Wertschöpfungskette im Chemie- und Industriepark. Die Bioraffinerie stärkt damit die Wirtschaft der Region." Das sagte Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff anlässlich des Ersten Spatenstichs zur Errichtung der Bioraffinerie Elsteraue GmbH am 27.8.2010 im Chemie- und Industriepark Zeitz (Burgenlandkreis). Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Herstellung und Einspeisung von Grüngas aus biogenen Substraten durch Verkettung von mechanischen, thermischen, biologischen und chemischen Prozessen sowie mit der Herstellung von Düngemitteln als Nebenprodukt. Es investiert rund 9,5 Millionen Euro in das Vorhaben und schafft damit neun Dauerarbeitsplätze.


07/2010 Nationale HLG Folgekonferenz in Berlin: Globaler Wettbewerb stellt die Chemieindustrie vor große Herausforderungen

Auf Initiative des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) und der im Netzwerk der Europäischen Chemieregionen (ECRN) zusammengeschlossenen deutschen Mitgliedsländer Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen hat am 1.7.2010 in Berlin eine Nationale Folgekonferenz zu den strategischen Empfehlungen des EU-Expertengremiums „Hochrangige Gruppe zur Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie“ (HLG) stattgefunden. Die Vertreter der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft trafen sich erstmalig in Deutschland. Ein wesentlicher Akteur ist dabei das Land Sachsen-Anhalt. Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff hat als ECRN-Präsident und Mitglied der HLG maßgeblich an der Entwicklung der Strategie mitgearbeitet.


05/2010 Neue Publikation "Das Zukunftscluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland" erschienen

Die komplett überarbeitete und erweiterte zweite Auflage des 2007 erstmals erschienenen Werkes schlägt den Bogen vom in Mitteldeutschland gefundenen mit 80 000 Jahren ältesten Kunststoff der Welt bis hin zu den modernsten Anteilen von Chemie und Kunststoffen auf wichtigen Zukunftsfeldern. Beleuchtet werden ihre Herausforderungen und Chancen in den Bereichen Automobilbau, Luftfahrt, Photovoltaik, Medizin, technische Textilien, Optik, Polymerelektronik, Möbelindustrie und Verpackungswerkstoffe. Dargestellt wird der komplette Stoffverbund in der Region. Die in deutscher und englischer Sprache erschienene, attraktiv gestaltete und reich illustrierte Publikation gibt neben geschichtlichen Ausführungen vor allem einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Branche, über ihre Struktur in den vier ostdeutschen Ländern und über ihre internationalen Verbindungen und Projekte. Für potentielle Investoren kann er als Wegweiser durch die verschiedensten Möglichkeiten dienen, die Chemieparks, außeruniversitäre wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Universitäten und andere Chemiestandorte in der vielfältigen Innovationslandschaft bieten. Dabei kann ihnen der umfangreiche Teil helfen, in dem Chemieparks und Standorte, Netzwerke und Verbände, Forschungseinrichtungen an Hochschulen, An-Institute und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Kompetenzzentren umfassend charakterisiert und Ansprechpartner sowie Kontaktdaten genannt werden.

Die Publikation wurde von der isw Gesellschaft für wissenschaftliche Beratung und Dienstleistung mbH in Halle (Saale) im Auftrag der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH mit Unterstützung der Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland realisiert.


05/2010 Konferenz am Chemiestandort Leuna: Kohle als Chemierohstoff immer bedeutender

Im mitteldeutschen Chemiedreieck soll ein Forschungszentrum „Kohle als Chemierohstoff“ entstehen. Dafür setzen sich die Landesregierung von Sachsen-Anhalt und das Netzwerk Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland ein. Auf einer Tagung zur „Zukunftssicherung des Chemiestandortes Mitteldeutschland durch Nutzung der einheimischen Rohstoffe Braunkohle und Biomasse“ am 26. Mai 2010 in Leuna wurde diese Forderung von Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung unterstützt. Eingeladen hatten zu dieser Veranstaltung die Landesverbände Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen des Wirtschaftsrates der CDU, dessen Landesfachkommission Umwelt Energie Landwirtschaft sowie das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland.


01/2010 Italienisches Unternehmen investiert in Sachsen-Anhalt: Manuli Stretch baut sein Werk im Value Park Schkopau aus

Der Chemie-Standort Schkopau gewinnt weiter an
Bedeutung. Die Manuli Stretch Deutschland GmbH, weltgrößter Hersteller von Stretchfolien, baut ihr Werk im Dow Value Park am Standort Schkopau weiter aus und wird im Zeitraum bis 2012 insgesamt weitere 21 Mio. € investieren. Die Mitarbeiterzahl wächst im Zeitraum um 31 auf dann 175. Die
Zahl der Auszubildenden steigt von 10 auf 16. Mit dieser Investition, die vorrangig für zwei neue Anlagen sowie ein neues Produktionsgebäude (4000 m²) verwendet wird, steigert Manuli Stretch seine Produktionskapazität um knapp 40.000 t/Jahr auf dann 140.000 t/Jahr. Damit will Manuli seine
führende Position auf dem europäischen Markt festigen und seinen Marktanteil von derzeit 18 Prozent weiter ausbauen.


01/2010 Standort konnte sich im internationalen Wettbewerb behaupten: LANXESS AG errichtet neues Chemiewerk in Bitterfeld-Wolfen - Bis zu 200 neue Arbeitsplätze

Das Unternehmen, das in Bitterfeld-Wolfen bereits ein hochmodernes Che-miewerk besitzt, wird eine so genannte Membran-Filtrationstechnologie ent-wickeln und produzieren. Mit der Membrantechnologie werden unerwünschte Stoffe wie Nitrate, Pestizide, Herbizide, Viren, Bakterien und kleinste Partikel aus dem Wasser gefiltert. Bei der Investitionsentscheidung der LANXESS AG konnte sich der Standort Bitterfeld-Wolfen im internationalen Wettbewerb ge-gen andere Standorte wie etwa in Spanien oder Singapur durchsetzen. „Die guten Rahmenbedingungen sowie die geplanten Kooperationen mit Hoch-schulen und Universitäten in der Region haben im Wettbewerb den Ausschlag für Bitterfeld gegeben“, sagte der Vorstandsvorsitzende der LANXESS AG, Dr. Axel C. Heitmann, auf der Pressekonferenz. Der Neubau des Werkes geht Hand in Hand mit einem intensiven Forschungs- und Ent-wicklungsprogramm, das LANXESS am Standort und in der Region etabliert.