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Deutsche Anlagenbauer tagen in Magdeburg

Freitag, der 22. Februar 2008

Deutsche Anlagenbauer tagen in Magdeburg  Freitag, der 22. Februar 2008
Am 6. und 7. März 2008 treffen sich Experten der Chemie- und Energie-Branche zum „Anlagenbau der Zukunft“ in Magdeburg. 200 Teilnehmer aus ganz Deutschland werden zu der Tagung zum „Virtual Engineering“ erwartet, die von der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland unterstützt wird.

Erstmals veranstalten das Fraunhofer Institut Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF), der FASA e.V. und die Wirtschaftsinitiative gemeinsam die alle zwei Jahre stattfindende Tagung. Wissenschaftler, Industrievertreter und Politiker diskutieren dort Perspektiven für den Chemie- und Energieanlagenbau. Es werden Teilnehmer aus ganz Deutschland mit dem Schwerpunkt Mitteldeutschland erwartet. Anmeldungen sind online unter www.tagung-anlagenbau.de weiterhin möglich.


Visualisierung im Elbe Dom des VDTC
Darstellung 1:1 möglich.©D.Mahler/IFF

Zum Thema „Virtual Engineering“ geht es um Strategien, Wirtschaftlichkeit und Zukunftstrends der Branche. So steht beispielsweise das Virtual Engineering für die Projektierung, Konstruktion, Qualifizierung und den sicheren Anlagenbetrieb auf dem Programm. Dementsprechend werden Anwendungen des Innovationsclusters „Virtual Development, Engineering and Training“ (VIDET) präsentiert. Sie sollen zeigen, wie die Entwicklung neuer Anlagen mit virtueller Realität verkürzt und erleichtert werden kann. Im Virtual Development and Training Center VDTC des Fraunhofer IFF können die Tagungsteilnehmer bei der Abendveranstaltung erleben, wie virtuelle Unternehmenswelten entstehen und sogar im Maßstab 1:1 dargestellt werden können.

„In den ostdeutschen Bundesländern ist die Anlagenbau-Industrie insgesamt doppelt so stark gewachsen wie in den alten Bundesländern“, sagt Georg Frank, der in seiner Funktion als 1. Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland neben Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Haseloff ein Grußwort zur Tagungseröffnung sprechen wird.


Diese Annahme unterstützt eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) aus dem Jahr 2006 mit dem Titel „Kooperationsverhalten, Vernetzung und einzelwirtschaftliche Effekte von Unternehmen der Kunststoff- und Biotechnologiebranche in Mitteldeutschland - eine Analyse am Beispiel der Clusterinitiativen Chemie/Kunststoffeund Biotechnologie - Life Sciences“. Demnach habe die mitteldeutsche Chemie-Branche durch ihre Clustertätigkeit weitaus bessere Zukunftsaussichten als der die anderen neuen Hundesländer. „Die IWH-Studie zum Cluster Chemie/Kunststoffe zeigt, dass clustergebundene Unternehmen eine doppelt so hohe Umsatzsteigerung verzeichnen als unvernetzte Firmen", ergänzt Christoph Mühlhaus, Generalbevollmächtigter der Dow Olefinverbund GmbH und Sprecher des mitteldeutschen Branchennetzwerks. Mühlhaus wird am ersten Tag der Veranstaltung ein Impulsreferat zum Thema „Notwendigkeit und Chancen der Clusterbildung für die Wirtschaft“ halten. Des Weiteren referieren unter anderem Fraunhofer-Institutsleiter Prof. Michael Schenk, Dr. Stefan Deibel, President of Corporate Engineering der BASF in Ludwigshafen sowie Dr. Henrik Hahn, Evonik-Geschäftsführer in Kamenz.


und Anwendungen informieren. Auf einer Nachwuchsbörse kann der Kontakt zu hoch qualifizierten Studenten beispielsweise aus der Verfahrenstechnik oder dem Maschinenbau aufgenommen werden. Die Wirtschaftsinitiative unterstützt die Veranstaltung gemeinsam mit dem mitteldeutschen Netzwerk Pipeline-Anlagenbau.

Folgeveranstaltung zum Thema Chemielogistik in Mitteldeutschland

Im Februar 2008 fand auf Einladung des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland und des Europäischen Netzwerkes der Chemieregionen (ECRN) ein internationaler Workshop zum Thema „Entwicklung eines Mittel- und Osteuropäischen Stoffverbundes / Chemielogistik in einem erweiterten Europa“ statt. Auf dieser Veranstaltung vereinbarten Akteure aus Deutschland, Polen, Slowakei, Tschechien, Italien, Österreich und Ungarn einen gemeinsamen INTERREG IVB Central Europe Antrag bei der Europäischen Union zu stellen. Lead Partner des Projektantrages mit dem Namen „ChemLog“ ist das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt.

Auf der nun am 28. und 29. April 2008 vom Verband der chemischen Industrie e.V. - Landesverband Nordost durchgeführten Workshop Chemielogistik konnte Herr Fiedler vom Clustermanagement über die nun erfolgte Antragstellung berichten und bei weiteren Akteuren Interesse wecken. In diesem Zusammenhang informierte Herr Schnabel von der Dow Olefinverbund GmbH über die Mitarbeit des ECRN in der High Level Group Chemie zum Thema Chemielogistik.

Weitere Referenten des Workshops waren neben Vertretern des Verbands der chemischen Industrie e.V., Vertreter von Chemieunternehmen, der Kammerunion Elbe-Oder und Vertreter von Landesministerien aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Die einzelnen Unternehmen stellten ihre unterschiedlichen Logistikkonzepte und Anforderungen an die Chemielogistik vor. Dazu zählten Unternehmen wie BASF Schwarzheide, Wacker, Supresta und InfraLeuna, Herr Dr. Hanisch vom VCI Landesverband Nordost, informierte über die Positionen des Verbandes zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur und Logistik. Herr Hintzen vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt berichtete vom Logistikkonzept des Landes Sachsen-Anhalt unter dem Blickwinkel der Abstimmung mit anderen ostdeutschen Bundesländern.

Der nächste Workshop zum Thema Chemielogistik wird im Juni 2008 in Usti (Tschechien) stattfinden. Hier soll u. a. über die Weiterentwicklung der europäischen Chemielogistikinitiative diskutiert werden.

Weitere Informationen:
Andreas Fiedler, Management Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, Telefon: +49 (0) 345/29982724, Email: fiedler@isw-gmbh.de
Dr. Matthias Hanisch, Verband der Chemischen Industrie e.V., Landesverband Nordost; Tel. +49 (0) 30/34381625, Email: hanisch@lv-no.vci.de

Der Tagungsband zum des internationalen Workshop „Entwicklung eines Mittel- und Osteuropäischen Stoffverbundes / Chemielogistik in einem erweiterten Europa“ vom 20. Februar 2008 kann über das Clustermanagement zum Preis von 10,00 Euro incl. Versand bezogen werden

„Entwicklungsbedarf kleiner Unternehmen stärken”

Freitag, der 14. März 2008

„Entwicklungsbedarf kleiner Unternehmen stärken” Freitag, der 14. März 2008
Das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland führt Befragungen bei Unternehmen durch. Bei dem „Modellprojekt“ der Landesregierung Sachsen-Anhalt werden auch Kunststoffverarbeiter aus Sachsen und Thüringen einbezogen.

Zunächst solle bei kleineren und mittleren Unternehmen aus dem Kunststoffbereich der Entwicklungsbedarf abgefragt werden, erläuterte Sprecher Christoph Mühlhaus von der Dow Olefinverbund GmbH bei der Sitzung des Clusterboards Chemie/Kunststoff Mitteldeutschland am Donnerstag in Teltow bei Berlin. Dieses sei mit dem sachsen-anhaltinischen Wirtschaftsminister Rainer Haseloff im Zuge des „Cluster-Modellvorhabens“ vereinbart worden. Die Landesregierung hat die besondere Förderung des Bereichs Chemie/Kunststoff im Koalitionsvertrag verankert. Mit den Ergebnissen der Befragung sollen die regionalen Forschungskapazitäten besser an die Unternehmensbedürfnisse angepasst werden. Nach der Kunststoffverarbeitung stünden laut Mühlhaus auch andere Chemie-Bereiche und eventuell auch andere Cluster im Fokus. Die Befragung führt das Hallenser Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik (IWM) mit Unterstützung des Clustermanagements durch.

Als weiteres Projekt stellte Mühlhaus bei der Clusterboardsitzung eine EU-Initiative zur Verbesserung der Pipeline- und Logistiknetzwerke in Mittel- und Osteuropa vor. Im Rahmen des von den Mitteldeutschen angeführten Netzwerks der europäischen Chemieregionen (ECRN) soll auf einen verstärkten Ausbau der Infrastruktur für den Güterverkehr, insbesondere auch nach Russland gedrängt werden. Bisher, so Mühlhaus, liege die Priorität allein beim Personenverkehr. Um die Exportchancen der mitteldeutschen Industrie zu verbessern, müssten insbesondere die Schienenanbindung und die Logistikknoten in Osteuropa ausgebaut werden.
Christoph Mühlhaus,
Dow Olefinverbund

Denkbar sei ein „Verkehrsprojekt Europäische Einheit“ analog jenem Infrastrukturprojekt in Deutschland. Erste Gespräche mit Unternehmens- und Verwaltungsvertretern sowie Logistikern habe es schon gegeben. Nun soll das Clustermanagement ein transnationales Konzept mit Vertretern aus Polen und Tschechien erarbeiten.

„Nun muss gehandelt werden“, kommentierte Mühlhaus auch das Vorgehen des Clusters und des Verbands (VCI) beim EU-Klimapaket. Ebenfalls über europäische Standortnetzwerk ECRN soll über die Auswirkungen der geplanten Emissionsbesteuerung für die energieintensiven Industrien informiert werden. Die europäische Industrie dürfe ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht verlieren, so Mühlhaus, außerdem bräuchten die Unternehmen langfristige Planungssicherheit für Investitionen. „Wir brauchen innovative Lösungen“, sagte der DOW-Vertreter.

Bundesweite Clusterinitiativen der Chemie- und Kunststoffbranche trafen sich zum zweiten Mal

Auf Einladung von ChemCoast e.V. trafen sich am 07. April 2008 im Industriepark Walsrode Clusterinitiativen aus den Branchen Chemie und Kunststoffe aus Deutschland zum zweiten Mal. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand den begonnnen Erfahrungsaustausch zwischen den Initiativen zu intensivieren und auszubauen. Initiiert wurde die Idee eines bundesweiten Treffens vom Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, das im September 2007 erstmalig in Halle/ Schkopau stattfand. Gekommen waren auch diesmal Vertreter sowohl aus dem Clustermanagement als auch aus den Landesministerien. Das mitteldeutsche Cluster wurde vertreten durch seinen Clustersprecher Herrn Dr. Mühlhaus und Herrn Dockhorn vom Clustermanagement, die über die neuen Vorhaben in Mitteldeutschland berichteten. Im Ergebnis der Veranstaltung wurde vereinbart, sich in regelmäßigen Abständen jeweils in verschiedenen Bundesländern zu treffen. Die nächste Sitzung findet aller Voraussicht nach im September 2008 in Nordrhein-Westfalen statt. Ein Schwerpunktthema wird die Vorbereitung der Deutschen Clusterkonferenz 2008 sein, die am 20. und 21. Oktober in Leipzig stattfinden wird.

Die besten Teilnehmer beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland im Cluster Chemie/Kunststoffe (Prof. J. Nelles Preis) präsentierten ihre Ideen

Für den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland im Cluster Chemie/Kunststoffe (Prof. J. Nelles Preis) bewarben sich in diesem Jahr sieben Anwärter. Bei der ersten Bewertungsrunde durch die Juroren, die Anfang April bei der Dow Olefinverbund GmbH stattfand, wurden die vier besten Kandidaten ausgesucht. Diese bekamen am 06. Mai 2008 in der Hochschule Merseburg (FH) die Möglichkeit sich den Juroren und dem Clusterboard persönlich zu präsentieren. Bei diesen so genannten „Cluster Elevator Pitch“ wurde der Erst- und Zweitplatzierte ausgewählt. Der Erstplatzierte bekommt den Clusterpreis und der Zweitplatzierte hat noch die Möglichkeit auf den IQ-Gesamtpreis. Die Preise werden feierlich am 19. Juni in der Hauptwerkstatt der TDE Mitteldeutsche Bergbau Service GmbH in Espenhain verliehen. Der Hauptpreisträger des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland erhält 15.000 Euro und der Clusterpreisträger 7.500 Euro in par. Der Preisstifter des Clusterpreises ist die Dow Olefinverbund GmbH.

Weitere Informationen:
IQ Innovationspreis Mitteldeutschland

Innovation wird auf Bedarf von Unternehmen ausgereichtet

Clusterboardsitzung am 10. Juni 2008 beim Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Halle

Das Board des mitteldeutschen Cluster Chemie/Kunststoffe tagte am 10. Juni 2008 auf Einladung von Herrn Prof. Dr. Wehrspohn im Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Halle. Dem Clusterboard gehören Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden an. Zu den Themen, die auf der Sitzung in Halle behandelt wurden, gehörte der vom Cluster initiierte Roadmap-Prozess, die verstärkte Beteiligung von klein- und mittelständischen Unternehmen am 7. EU-Forschungsrahmenprogramm - Etablierung einer regionalen Technologieplattform, das Aufgreifen von Bundesinitiativen und das Thema Chemielogistik. Nach Aussage von Herrn Dr. Mühlhaus, Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe sind die Ziele der Roadmap die zukünftigen Innovationsbedarfe von Unternehmen zu ermitteln und daraus die Forschungsschwerpunkte der universitären und außeruniversitären Institute abzuleiten. In einem ersten Schritt werden dazu mitteldeutsche Spritzguss-Unternehmen und Forschungseinrichtungen einbezogen. Anhand der hier gesammelten Erfahrungen soll der Roadmap-Prozess dann auf die gesamte Kunststoff- und Chemiebranche ausgedehnt werden. Das Projekt wird gemeinsam vom Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik in Halle (Projektleitung), der Fördergemeinschaft für Polymerentwicklung und Kunststofftechnik e.V. POLYKUM und dem Clustermanagement Chemie/Kunststoffe durchgeführt. Unterstützt wird es vom Land Sachsen-Anhalt. Die nächste Clusterboardsitzung findet turnusmäßig in Sachsen statt, diesmal bei der Wacker Chemie in Nünchritz.

Presseinformation:
Pressemitteilung [55.2KB/pdf]

ECRN- Workshop in Tschechien

Am 17. und 18. Juni fand fand in Usti nad Labem (Tschechien) der ECRN Workshop Chemielogistik in Mittel- und Osteuropa statt. Vertreter aus Tschechien, Polen, Ungarn, der Slowakei haben hier gemeinsam über die Vertiefung der Zusammenarbeit und die Entwicklung der mitteleuropäischen Chemielogistikinitiative diskutiert. Basis für die Kooperation in den nächsten drei Jahren soll hier das Projekt ChemLog im Rahmen des EU Programms Central Europe werden. Der Projektantrag wurde im April 2008 bei der Europäischen Kommission eingereicht und wartet momentan auf seine Bewertung. Das Cluster Chemie / Kunststoffe Mitteldeutschland hat sich aktive bei der Entwicklung der Chemielogistikinitiative und des ChemLog Projektes eingebracht, da insbesondere die logistischen Vernetzungen der ostdeutschen Chemieindustrie nach Mittel- und Osteuropa eine herausragende Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen haben.

Gebündelte Kräfte in Sachen Feinchemie

Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, CeChemNet, IMG Sachsen-Anhalt, IHK Halle-Dessau und Unternehmen gemeinsam auf der ChemSpec Europe 2008 in München

Am 18. und 19. Juni 2008 fand in München die internationale Fein- und Spezialchemiemesse „ChemSpec Europe“ statt. Das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland zeigte gemeinsam mit dem Netzwerk der Mitteldeutschen Chemiestandorte CeChemNet, der IMG Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH und Unternehmen im Rahmen des Gemeinschaftsstandes der IHK Halle-Dessau die mitteldeutschen Potenziale im Bereich Fein- und Spezialchemikalien.

Die Chemiekompetenz in der Region war dabei am Stand beispielhaft vertreten durch die Unternehmen ASV - innovative Chemie GmbH, ChemCycle Bitterfeld GmbH, Merseburger Spezialchemikalien, Orgentis Chemicals GmbH sowie SYNTHON Chemicals GmbH & Co. KG. Die gemeinsame Präsenz vom Cluster, Chemiestandorten, Chemieunternehmen, Kammer sowie der IMG Sachsen-Anhalt bot eine hervorragende Plattform zur gezielten Anbahnung und Entwicklung von internationalen Kontakten zu potenziellen Investoren und leistete damit einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung des mitteldeutschen Investitions- und Innovationsstandortes.

Zur „ChemSpec Europe“ kamen über 300 Aussteller und 6000 Fachbesucher.

Presseinformation:
Pressemitteilung [158.6KB/pdf]

Cluster Chemie/Kunststoffe erhöht die Schlagzahl

Das mitteldeutsche Cluster Chemie/Kunststoffe verstärkt die Kommunikationsaktivitäten im eigenen Netzwerk und deutschlandweit. Sprecher Christoph Mühlhaus präsentiert den neuen Print-Newsletter, einen Messeauftritt sowie den „Roadmap-Prozess“.

„Die Aktivitäten des Clusters nehmen kontinuierlich zu“, sagt Clusterprecher Mühlhaus, der gleichzeitig Generalbevollmächtigter der Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau ist. Sowohl die Aktivitäten im mitteldeutschen Netzwerk als auch der Austausch mit anderen Clusterinitiativen in Deutschland und die internationale Präsentation des Standortes auf Messen stehen auf der Agenda. Als jüngstes Produkt wird in diesen Tagen der neue Print-Newsletter des Clusters an über 1 000 Vertreter der Chemie/Kunststoffe-Branche und Politik geschickt.
Thema des ersten Newsletters ist die Chemielogistik. Die Vision eines leistungsfähigen mittel- und osteuropäischen Stoffverbundes könne nur umgesetzt werden, wenn es gelinge, der Chemielogistik einen höheren Stellenwert im Rahmen verkehrspolitischer Zielvorstellungen zu geben, sagt Clustermanager Gunthard Bratzke. Die Gateway-Funktion Mitteldeutschlands erhöhe die Anforderungen an das Cluster, sich gemeinsam mit dem Verband der Chemischen Industrie e.V., dem Landesverband Nordost und den Kammern sowie den relevanten Landesregierungen bei der Integration der Verkehrsstrategien Mittel- und Osteuropas in die Gesamteuropäische Verkehrsentwicklung einzubringen.

Beispielhaft für die Chemielogistik in der Region portraitiert der Newsletter den Kombi-Terminal Schkopau sowie das Logistikkonzept des Landes Sachsen-Anhalt. Auch der Ausbau und die Fortführung der Chemielogistikkooperationen in Mittel- und Osteuropa werden thematisiert. Das mitteldeutsche Chemiecluster hat Anfang des Jahres eine Initiative zum Aufbau eines Mittel- und Osteuropäischen Stoffverbundes gestartet. Auf der Basis der mitarbeitenden Partner wurde unter Führung des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit und des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt ein Interreg IVB Förderantrag „ChemLog“ erarbeitet. Das Ziel der Initiative ist die Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich der Chemilogistik in Mittel- und Osteuropa. Clustersprecher Mühlhaus sieht Logistik als Schlüsselaufgabe für das mitteldeutsche Cluster.

Eine weitere nennenswerte Aktivität des Clusters in Zusammenarbeit mit dem Kunststoffnetzwerk Polykum e.V. und dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik Halle ist der initiierte „Roadmap-Prozess“. Der derzeit laufende Prozess dient nach Aussage von Mühlhaus dazu, die zukünftigen Innovationsbedarfe von Unternehmen zu ermitteln und daraus die Forschungsschwerpunkte der universitären und außeruniversitären Instituten abzuleiten. In einem ersten Schritt würden dazu mitteldeutsche Spritzguss-Unternehmen und Forschungseinrichtungen einbezogen. Anhand der hier gesammelten Erfahrungen solle der „Roadmap-Prozess“ dann auf die Kunststoff- und Chemiebranche ausgedehnt werden, erläutert Mühlhaus.

Standortwerbung mit internationaler Ausstrahlung machte das Cluster derzeit auf der ChemSpec Europe 2008 in München. Dort war das Cluster gemeinsam mit CeChemNet, IMG Sachsen-Anhalt, IHK Halle-Dessau und einzelnen Unternehmen vertreten und präsentierte die Potenziale im Bereich Fein- und Spezialchemikalien. Ein Ziel war es, Kontakte zu potenziellen Investoren anzubahnen, um die Investitions- und Innovationsaktivitäten am Standort zu stärken. Zur diesjährigen „ChemSpec Europe“ kamen über 300 Aussteller und 6000 Fachbesucher

Hugo-Junkers-Innovationspreis 2008

Sachsen-Anhalt

Das Land Sachsen-Anhalt lobt in diesem Jahr wieder den Hugo-Junkers-Innovationspreis aus, der alle zwei Jahre vergeben wird. Aufgerufen sind alle Unternehmen aus Sachsen-Anhalt sich in verschiedenen Kategorien am Wettbewerb zu beteiligen. Gesucht wird die innovativste Produktentwicklung, die innovativste Investitionsstrategie sowie die innovativste Kundenbeziehung. Außerdem wird ein Sonderpreis für innovative Geschäftsmodelle für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft, die Greening Innovation, ausgelobt. Die feierliche Preisverleihung wird am 10. Dezember 2008 sein.

Weiterführende Informationen zum Wettberweb finden Sie unter folgender Internetseite: www.innovationspreis-sachsen-anhalt-2008.de.

Treffen des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland mit Generalkonsulat der USA

02. September 2008, Schkopau

Auf Wunsch des Generalkonsulat der USA kam es am 02. September 2008 bei der Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau zu einem Treffen von Vertretern des amerikanischen Konsulates und Vertretern des mitteldeutschen Chemie- und Kunststoffclusters. Der Sprecher des Clusters Herr Dr. Mühlhaus informierte über den Clusterprozess, die beteiligten Akteure und derzeitigen Arbeitsschwerpunkten. Herr Dockhorn vom Clustermanagement gab einen Überblick über die Entwicklung der Branchen Chemie und Kunststoffe in den zum Cluster gehörenden Bundesländern: Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg anhand ausgesuchter Wirtschaftsindikatoren.

Interreg Antrag „ChemLog“ bewilligt

09. September 2008, Nünchritz

Am 09. September 2008 tagte auf Einladung von Herrn Kunkel das Board des mitteldeutschen Clusters Chemie/Kunststoffe bei der Wacker Chemie AG in Nünchritz. Gekommen waren über 20 Mitglieder und Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Herr Fiedler vom Clustermanagement informierte die Teilnehmer von der Bewilligung des gestellten Interreg IVB-Antrages „ChemLog“ und der ersten geplanten Aktivitäten. Das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland hatte Anfang des Jahres 2008 eine Initiative zum Aufbau eines Mittel- und Osteuropäischen Stoffverbundes gestartet. Weitere Themen waren die der Stand der Vorbereitung des Strategiedialogs Chemie mit der Landesregierung Sachsen-Anhalt, worüber der Clustersprecher Herr Dr. Mühlhaus berichtete und die Vorbereitung der Sondersitzung des Clusterboards im Rahmen der Deutschen Clusterkonferenz am 21.10.2008 in Leuna. Aus diesmal stellten sich Akteure aus den Branchen Chemie und Kunststoffe vor. Dazu zählten Herr Prof. Gehde von der Technischen Universität Chemnitz, Herr Mothes von der Stemke Kunststofftechnik GmbH und Frau Dr. Wassersleben vom Netzwerk für chirale Verbindungen in Mitteldeutschland. Nach der Sitzung fand eine Werksführung durch die Wacker Chemie AG statt

Die nächste Clusterboardsitzung findet turnusmäßig in Thüringen statt, diesmal beim Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V.(TITK) in Rudolstadt.

Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland präsentierte sich auf Mitteldeutschem Wirtschaftsforum

23. September 2008, Schkeuditz

Am 23. September fand auf dem Flughafen Leipzig/Halle das Mitteldeutsche Wirtschaftsforum des Unternehmerverbandes Sachsen zum Thema Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen – eine Region des Mittelstandes“ statt. Gekommen waren rund 80 Unternehmer, die mit Thomas Jurk, Minister für Wirtschaft und Arbeit des Freistaates Sachsen, Dr. Reiner Haseloff, Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt und Christian Juckenack, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, zu diesem Thema diskutierten. Herr Dr. Bratzke, Geschäftsführer der isw gGmbH, ging in seinem Vortrag auf die Bedeutung des Clusters Chemie/Kunststoffe für die mitteldeutsche Innovationslandschaft ein. Nach seinen Aussagen stellen vor allem die „clusterübergreifenden Entwicklungen einen Wachstumsmotor“ dar.

Grußworte vom Clusterprecher auf Polymerwerkstoff-Tagung P 2008

24. September 2008, Halle (Saale)

Vom 24. - 26. September 2008 fand in Halle (Saale) die mittlerweile dreizehnte internationale Tagung Polymerwerkstoffe P 2008 statt. Der Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland Herr Dr. Mühlhaus hielt vor über 300 Teilnehmern aus 27 Ländern Grußworte und informierte über die bisherige erfolgreiche Entwicklung sowie die noch bestehenden Herausforderungen der Branchen Chemie und Kunststoffe in Mitteldeutschland.
Die alle zwei Jahre veranstaltete Tagung zählt national und international zu den traditionsreichen Konferenzen auf dem Gebiet der Polymerwissenschaften und Kunststofftechnik in Deutschland. In Plenar-, Haupt- und Kurzvorträgen sowie in Posterbeiträgen werden wissenschaftliche Ergebnisse in mehreren Sektionen präsentiert und diskutiert.

Im Dialog mir der Landesregierung Sachsen-Anhalt

21. Oktober 2008, Leuna

Am 21. Oktober 2008 kamen auf Einladung des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland rund 60 Teilnehmer zu einer Sondersitzung des Clusterboards im Rahmen der Deutschen Clusterkonferenz 2008 nach Leuna, die am 20. und 21. Oktober 2008 in Leipzig stattfand.

Nach Aussage der Referenten hat sich Mitteldeutschland zu einer bedeutenden europäischen Chemieregion entwickelt. Dies kommt unter anderem dadurch zum Ausdruck, dass der Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt Herr Dr. Reiner Haseloff die Funktion des Präsidenten des Europäischen Netzwerkes der Chemieregionen (ECRN) wahrnimmt.

Herr Pleye, Staatssekretär für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt und Herr Wobben, Leiter der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der Europäischen Union, informierten die Teilnehmer über die Arbeit und die zurzeit anstehenden Themen des Europäischen Netzwerkes der Chemieregionen (ECRN) und der High Level Group Chemie. Damit den heimischen Unternehmen keine Wettbewerbesnachteil im Vergleich zu internationalen Konkurrenten erwachsen, steht das Thema Auswirkungen der von der EU geplanten Klimaschutzgesetzes ganz oben auf der Agenda.
Über die Entwicklung und Perspektiven des Chemiestandortes Leuna berichtete Herr Hiltermann, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH. Nach seinen Ausführungen ist für eine langfristige Standortsicherung vor allem der Ausbau von Forschung und Entwicklung und eine stärkere Unabhängigkeit von Rohstoffimporten notwenig. Nach Aussage von Herrn Dr. Mühlhaus, Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, ergeben sich insbesondere an den Schnittestellen zu anderen Branchen Zukunftspotenziale für das mitteldeutsche Cluster. Dazu gehören die Branchen: Solarwirtschaft, Logistik, Biotechnologie, Automotive, Maschinen-/ Anlagenbau, Bergbau / Energie und Optoelektronik. Frau Grieger, Projektmanagerin von CeChemNet, und Herr Fiedler, Manager des Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, ergänzten die Ausführungen von Herrn Dr. Mühlhaus speziell zu den Theman: „Entwicklung CeChemnet als Innovationsstandorteverbundes“ und „Initiierung eines Mittel- und osteuropäischen Stoffverbundes“. Herr Dr. Proske, Präsident des Gesamtverbandes der Kunststoffverarbeitenden Industrie e.V., und Dr. Lühe, Geschäftsführer POLYKUM e.V. informierten die Teilnehmer über die Entwicklung der kunststoffverarbeitenden Industrie und den Wissens- und Technologietransfer mit Unterstützung eines Netzwerkes.
Die von Herrn Dr. Bratzke, Geschäftsführer der isw GmbH / Manager des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, moderierte Veranstaltung, war nach Aussage von der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland das am häufigsten besuchte Forum der im Rahmen der Deutschen Clusterkonferenz angebotenen Foren und Exkursionen.

Mitteldeutschland hat mit dem Clusterschwerpunkt Chemie/Kunststoffe in den letzten Jahren eine sehr gute Entwicklung genommen. Die 750 Betriebe der chemischen Industrie und der Kunststoffverarbeitung erwirtschafteten mit 76.000 Beschäftigten im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 20 Milliarden Euro. Mit diesem Umsatz wurde auch im letzten Jahr das außerordentliche Wachstum von durchschnittlich mehr als 10 % pro Jahr in den letzten 10 Jahren erreicht. Recht unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung haben wir damit in diesen beiden Branchen Verhältnisse, die sonst nur in China realisiert werden.

Presseinformation:

Pressemitteilung 21.10.2008
[ Pressemitteilung_211008.pdf 53.70 kB ]

Neue Strategien zur stofflichen Verwertung von Braunkohle in der mitteldeutschen chemischen Industrie

23. Oktober 2008, Halle (Saale)

Die in Mitteldeutschland lagernde eozäne Braunkohle ist stofflich zu hochwertig, um allein zur Stromerzeugung genutzt zu werden. Deshalb haben Unternehmen und Wissenschaftler am 23.10.2008 in Halle (Saale) das Innovationsforum „Innovative Braunkohlen Integration in Mitteldeutschland ibi“ gegründet.

Das Forum, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird, hat zum Ziel, neue Strategien zur stofflichen Verwertung von Braunkohle zu entwickeln. Die Verwertung der Braunkohle unter anderem zur Erzeugung von Montanwachsen, Paraffinen, Schmierstoffen, Kraftstoffen und Synthesegas, könnte die Abhängigkeit von Rohstoffen wie Öl und Gas verringern. Die Kohlechemie besitzt in Mitteldeutschland eine lange Tradition, an diese mit neuen Verfahren angeknüpft werden soll.

Das Innovationsvorhaben ist auf verschiedene Forschungs- und Entwicklungsfelder ausgerichtet, um effiziente und umweltverträgliche Technologien zur Rohstoffgewinnung und -veredlung zu entwickeln. Nach Aussage von Herrn Hiltermann, Geschäftsführer InfraLeuna GmbH, der auf dem Innovationsforum einen Vortrag zur nachhaltigen Entwicklung des Clusters Chemie Kunststoffe Mitteldeutschland durch innovative Verfahren der Braunkohlenutzung zur Steigerung der Importabhängigkeit hielt, „bietet die Vergasung der mitteldeutschen Braunkohle langfristige attraktive Produktionsmöglichkeiten“.

Moderiert wurde das Innovationsforum von Herrn Dr. Gunthard Bratzke; Geschäftsführer isw Institut GmbH und Manager des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland.

Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland auf dem 6. ECRN Kongress in Brüssel

27. Oktober 2008, Brüssel

Am 27. Oktober 2008 findet in Brüssel der 6. Kongress des Europäischen Netzwerkes der Chemieregionen (ECRN) unter Beteiligung von Günther Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Dr. Reiner Haseloff, Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt und Präsident des ECRN teil.
Im Mittelpunkt des Kongresses stehen die Perspektiven der Chemischen Industrie in Europa, Herausforderungen durch den Klimawandel und die Chancen die sich daraus für die chemische Industrie in Europa ergeben und Bedeutung von Innovations-Clustern in Chemieregionen.

Das mitteldeutsche Cluster Chemie/Kunststoffe ist von Seiten des Clustermanagements durch Andreas Fiedler vertreten. Herr Fiedler hält im Rahmen des Kongresses einen Vortrag über das Thema „Herausforderungen und Chancen der Innovationsentwicklung im Cluster Chemie / Kunststoffe Mitteldeutschland“ und beteiligt sich an der Diskussion über die Rolle von Innovations-Clustern in Chemieregionen.

Im Rahmen der Veranstaltung präsentiert sich das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland darüber hinaus mit einer konferenzbegleitenden Ausstellung, wie auf dem letzten Kongress letzten Jahres in Ludwigshafen.

Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, CeChemNet, und das Kompetenznetzwerk Mitteldeutsche Entsorgungswirtschaft empfingen eine polnische Wirtschaftsdelegation im ChemiePark Bitterfeld-Wolfen

5. November 2008, Bitterfeld-Wolfen

Im Rahmen der Masowischen Tage in Sachsen-Anhalt luden das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, CeChemNet sowie das Netzwerk Mitteldeutsche Entsorgungswirtschaft am 5. November 2008 zu einem Workshop unter dem Motto „Beseitigen, Verwerten, Stoffkreisläufe schließen: Vom Produkt zum Abfall-Vom Abfall zum Produkt“ ein. Rund 20 Vertreter aus der polnischen Region Masowien, darunter auch der Vize-Marschall Herr Stefan Kotlewski, folgten der Einladung auf den traditionsreichen Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen.

In Fachvorträgen sowie mit einer konferenzbegleitenden Ausstellung präsentierten Vertreter der mitteldeutschen chemischen Industrie und der Entsorgungswirtschaft den polnischen Gästen ihre Kompetenzen und Dienstleistungen - zum einen im Bereich des Chemieparkmanagements, zum anderen im Entsorgungsbereich. Insbesondere die Schnittstellen zwischen beiden Branchen entlang der Wertschöpfungskette wurden dabei beleuchtet: Die rohstoffliche Verwertung unerwünschter Nebenprodukte ist seit Jahrzehnten Teil eines umfassenden und kontinuierlichen Optimierungsprozesses in den Anlagen der Chemischen Industrie. Dabei spielen insbesondere Entsorgungssicherheit und Effizienz bei der Beseitigung und Verwertung von Abfall eine wesentliche Rolle.

Anknüpfend an die bestehenden Kontakte diskutierten die insgesamt 40 Teilnehmer Kooperationsmöglichkeiten und Ansatzpunkte für gemeinsame Projekte. Einen gelungenen Abschluss fand die Veranstaltung mit einer moderierten Rundfahrt am Chemiestandort.

Kick-off Meeting ChemLog

10./11. November 2008, Schkopau

Am 10. und 11 November fand in Schkopau das Kick-off Meeting des ChemLog „Chemical Logistics Cooperation in Central and Eastern Europe“ Projektes statt. Projektpartner aus Mitteldeutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn, Österreich und der Slowakischen Republik trafen sich auf dem Standort der Dow Olefineverbund GmbH, um die Initiierung der ersten gemeinsamen Aktivitäten zu besprechen. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit im ersten Jahr wird der Austausch von Erfahrungen im Bereich der Chemielogistik stehen. Hierzu wird in den nächsten Monaten eine Analyse der Stärken und Schwächen der grenzüberschreitenden Chemielogistik in Mittel und Osteuropa erstellt. Das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland wird sich aktiv in diesen Prozess einbringen, um die Standortbedingungen für die mitteldeutsche Chemieindustrie zu verbessern und die internationale Zusammenarbeit in Richtung Mittel- und Osteuropa auszubauen. Im Anschluss des Workshops hatten die Teilnehmer die Gelegenheit während einer Standtortrundfahrt auf dem Chemiepark die Logistik in der praktischen Umsetzung zu erleben.

Mehr Informationen:
Catrin Gutowsky, Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, Email: Catrin.gutowksy@mw.sachsen-anhalt.de
Andreas Fiedler, Clustermanagement Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, Email: fiedler@isw-gmbh.de

1. Wirtschaftskonferenz Saalekreis

14. November 2008, Merseburg

Vertreter der regionalen Wirtschaft, insbesondere Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen waren nach Merseburg gekommen, um sich zum Thema „Wissens- und Technologietransfer, Karriere und Forschung in Mitteldeutschland“ auszutauschen. Ziel der Konferenz war es, die Zusammenarbeit von Forschung und Praxis zu stärken, um Wissen zu streuen und Innovationsprozesse anzuregen. Eingeladen hatten der Saalekreis, die Stadt Merseburg sowie die Hochschule Merseburg (FH).

Welche Karrierechancen Mitteldeutschland bietet, wurde während der Podiumsdiskussion thematisiert. Herr Dr. Christoph Mühlhaus, Generalbevollmächtigter der Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau und Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe informierte über Perspektiven am Standort. Dabei ging er insbesondere auf den Chemiestandort ein, der sich bei Fachleuten aus ganz Europa bereits einen guten Namen gemacht habe.
Im Vergleich zu den Chemiestandorten ist die Kunststoffindustrie, laut Mühlhaus, weniger flächendeckend konzentriert. Eine Aufgabe des Clusters Chemie/Kunststoffe sei es deshalb, die vorhandene Leistungsfähigkeit der Kunststoffbranche in der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Eine Möglichkeit sei, gemäß Mühlhaus, das im Vorjahr gegründete Kunststoffkompetenzentrum (KKZ) an den Campus der Hochschule Merseburg (FH) anzubinden. Das Cluster Chemie/Kunststoffe begleitet diesen Prozess zur nachhaltigen Verankerung des KKZ, um einen Anziehungspunkt für Forschung und Entwicklung sowie für Aus- und Weiterbildung zu etablieren. Bereits für Dezember 2008 ist die Gründung einer eigenen Rechtsform geplant.

Thematisch passend zur Konferenz fand begleitend die 7. Firmenkontaktmesse „Praxis trifft Campus“ statt. Die Jobmesse bot Studierenden aller Fachrichtungen die Möglichkeit, sich bei regionalen Unternehmen über berufliche Einstiegsmöglichkeiten zu informieren.

Thüringen ist ein Kunststoffland

27. November 2008, Rudolstadt-Schwarza

Die Kunststoffindustrie Thüringen hat seit der Widervereinigung eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben. Der Umsatz in der Branche ist um sagenhafte 700 Prozent gestiegen und die Anzahl der Beschäftigten um über 100 Prozent. Das Kunststoffland Thüringen stand im Mittelpunkt der vierten Sitzung des Clusterboards Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, zu der 20 Boardmitglieder und Gäste nach Rudolstadt zum Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V.(TITK) auf Einladung von Herrn Dr. Bauer kamen.

Herr Müller vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft,
Technologie und Arbeit gab einen Überblick über die Entwicklung der Kunststoffindustrie mit seinen Stärken, aber auch noch bestehenden Herausforderungen. Im Mittelpunkt des Vortrages von Frau Ringleb, die über die aktuellen Entwicklungen des Thüringer Kunststoffnetzwerkes PolymerMat e.V. informierte, stand das Personalentwicklungsprojekt PerSys. Und Herr Dr. Seeber stellte neue Projekte der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH vor.

Ein weiteres Schwerpunktthema auf der Clusterboardsitzung waren die aktuellen EU-Förderprogrammen. Herr Fiedler vom Clustermanagement gab einen Überblick zu den einzelnen Förderprogramme. Der nächste Newsletter des Clusters CKnews wird speziell zu den EU-Förderprogrammen herausgeben und wird in komprimierter Form die einzelnen Programme vorstellen.

Der Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland informierte über den aktuellen Stand zum EU-Klimapaket in Hinblick auf die Erhaltung der Wettbewerbssicherheit der Chemie- und Kunststoffindustrie. Das Clusterboard positionierte sich dazu.

Das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. gehört zu einem der FuE-Leuchttürmen in Thüringen. Die Teilnehmer konnten bei einer Führung durch das Institut und einem vorangegengenen Vortrag einen Einblick davon gewinnen.

Die nächste reguläre Clusterboardsitzung findet am 10. März 2008 in Sachsen-Anhalt in der Technologie- und Gründerzentrum Bitterfeld-Wolfen GmbH statt.