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Internationale Kooperation – Europäisches Netzwerk bündelt Interessen

  • Achtzehn Chemieregionen arbeiten im ECRN zusammen
  • Zugang zu ausländischen Partnern wird erleichtert

Das Europäische Netzwerk der Chemieregionen (European Chemical Regions Network ECRN) wurde im Jahr 2003 gegründet. Höhepunkte seiner bisherigen vielfältigen Aktivitäten waren vier Europäische Kongresse der Chemieregionen. Sie fanden in den Jahren 2003 in Brüssel, 2004 in Halle (Saale), 2005 in Mailand und 2006 in Tarragona (Spanien) statt. Diese europäischen Kongresse stellen eine Plattform dar, um mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, ihrer Verbände sowie Verwaltung und Wissenschaft über gemeinsame Herausforderungen und Chancen der Chemieregionen Europas in einen kontinuierlichen Dialog zu treten. Unter der Leitung von Sachsen-Anhalt kooperieren im ECRN 18 Chemieregionen (siehe Karte) aus neun Ländern (Deutschland, Spanien, Italien, Niederlanden, Großbritannien, Belgien, Estland, Tschechien und Polen).

ECRN-Präsident ist derzeit Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Hartmut Möllring.

Das Netzwerk vertritt die Interessen der europäischen Chemieregionen und fördert den Erfahrungsaustausch zwischen ihnen. Ein eigens dafür gegründeter Verein soll die Erweiterung des Netzwerkes um weitere europäische Regionen ermöglichen und eine langfristige Basis für die Zusammenarbeit bilden.

Die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Hessen sowie die Regionen Usti in Tschechien und Flandern in Belgien sind mittlerweile dem Verein beigetreten. Weitere Regionen haben ihr Interesse angemeldet. Durch seine gemeinsamen Positionierungen gegenüber der Europäischen Union hat sich das Netzwerk als Interessenvertreter der Chemieregionen Europas einen Namen gemacht. Unter anderem besteht eine enge Kooperation mit dem Europäischen Verband der Chemieindustrie Cefic bei der Entwicklung der Europäischen Technologieplattform „Nachhaltige Chemie“.

Des Weiteren ist das ECRN in Arbeitsgruppen der Europäischen Kommission vertreten. Intensiv hat es zum Beispiel an der Diskussion der Auswirkungen der EU-Chemikalienrichtlinie REACH (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) teilgenommen. Im Rahmen beider Lesungen des EU-Parlaments zu REACH wurden Änderungsvorschläge eingebracht, die auf eine höhere Praktikabilität der gesetzlichen Vorschriften zielten. Aktuelle Themen dabei sind die Unterstützung von Initiativen zur Umsetzung von REACH insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.

Auf den halbjährlichen Präsidiumssitzungen des ECRN wurden weitere gemeinsame Erklärungen verabschiedet, so zur EU-Forschungskooperation, zum Emissionshandel, zur Innovations- und Regionalentwicklung. Das Netzwerk unterstützt den Dialog zwischen den mitwirkenden Chemieregionen, um Erfahrungen über verschiedene Themen auszutauschen und gemeinsame Standpunkte zu vertreten. Damit stellt das ECRN eine Diskussionsplattform für alle die Chemieregionen betreffenden Aspekte dar. Die Chancen und Herausforderungen, die aus der Vernetzung auf europäischer Ebene erwachsen, gilt es weiter zu entwickeln und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Es wurde ein „Who is Who“ der europäischen Chemieregionen erstellt. Studien haben den Erfahrungsaustausch zwischen den Regionen weiter befördert. Im Mittelpunkt standen Themen wie die Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft, die Entwicklung von Humanressourcen, das Chemieparkmanagement, der Umweltschutz und die Rechtssicherheit sowie die Sanierung von Industrieflächen. In der aktuellen Arbeit hat der ECRN e.V. einen Schwerpunkt auf die Mitarbeit in der High-Level Group zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie in Europa gelegt. In diesem von der Europäischen Kommission geleiteten Gremium werden hochrangige Vertreter der Europäischen Institutionen und der Chemieindustrie über gemeinsame Strategien zur Stärkung des Chemiestandortes Europas diskutieren. Um seine Position bei der EU zu stärken wird das ECRN ein Büro in Brüssel errichten.

www.ecrn.net

Partnerregionen im ECRN
(European Chemical Regions Network)

Partnerregionen im ECRN  (European Chemical Regions Network)
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