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Erfolgsstory – Chemie / Kunststoffe in Mitteldeutschland

  • Erfolgsgeschichte geschrieben
  • Umsatz, Beschäftigung und Produktivität kräftig gesteigert

„Mitteldeutschland wird wieder ein Kompetenzzentrum für die Polymerherstellung und -verarbeitung. Innovative Unternehmen und anerkannte Forschungseinrichtungen bieten die Basis für eine nachhaltige Entwicklung der Region.“

Dr. Christoph Mühlhaus
Clustersprecher Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland

Die chemische Industrie und die Kunststoffverarbeitung haben nach dem Einzug der Marktwirtschaft in Ostdeutschland eine eindrucksvolle Erfolgsstory geschrieben. Sie zählen heute zu den bedeutendsten Wachstumsbranchen Mitteldeutschlands.
Die Branche besitzt in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg zusammen einen Anteil von rund 14 Prozent am Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes. Die rund 750 Chemie- und Kunststoff-Betriebe erarbeiteten im Jahr 2006 einen Umsatz von rund 18 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr war das eine Steigerung um rund 15 Prozent. Damit wurde eine seit elf Jahren anhaltende kontinuierliche Entwicklung fortgesetzt. So kletterte der Umsatz von 1995 bis 2006 um 200 Prozent. Die Chemie- und Kunststoffbranche in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg hat sich auch als Beschäftigungsmotor erwiesen. Derzeit sind in ihr 71 000 Menschen beschäftigt. Das ist gegenüber 1995 ein Wachstum um mehr als 30 Prozent. Ein Beweis für den erfolgreichen Weg ist auch der sprunghafte Anstieg der Produktivität. Im Jahr 2006 lag diese mit rund 251 000 Euro Umsatz je Beschäftigten über 120 Prozent im Vergleich zum Jahr 1995. Noch deutlicher wird der Sprung beim Blick auf die Zeit vor dem Beginn der Umstrukturierung. So haben zum Beispiel am Standort Leuna im Jahr 1990 27 000 Beschäftigte einen Umsatz von umgerechnet 1,5 Milliarden Euro erarbeitet. Im Jahr 2006 schafften dort 9 000 Mitarbeiter mit sechs Milliarden Euro das Vierfache der Wirtschaftsleistung.
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